Termine: bis März nur Anfrage 
 
20 Schnapsbrennereien, 625 Tonnen Granit und 2 Elefanten

 

Diese Zahlen haben alle etwas mit der kolonialen Geschichte Hamburgs zwischen 1884 und 1918 zu zu tun: 20 Schnapsbrennereien produzierten zum Beispiel 1884 hier billigsten Fusel, den Kaufleute in Afrika gegen Menschen eintauschen konnten, die versklavt nach Amerika verschleppt wurden. Sie wurden in Minen und auf Plantagen ausgebeutet, damit Zucker, Baumwolle, Tabak und Silber nach Europa expodiert werden konnte. Die Hansestadt profitierte durch diesen Dreieckshandel aufgrund ihres Hafens - sie war die globale Drehscheibe von Rohstoffen. Viele monumentale Denkmäler und wunderschöne Villen zeugen heute davon, wie sehr die Stadt profitiert hat: das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark zum Biespiel, das aus 625 Tonnen Granit aus dem Schwarzwald geschaffen wurde. Oder das Afrika-Haus des Reeders Woermann mit den beiden Elefanten aus Bronze

 

Auf dem Rundgang "Umstrittene Orte II - Das koloniale Hamburg" gibt's einen allgemeinen Überblick über das Thema. An fünf Stationen werden verschiedene Facetten der Entwicklung beleuchtet, auch wie wir heute mit dem Thema umgehen. Am 3. Mai biete ich die Tour über das St. Pauli-Archiv an, ansonsten zu individuell vereinbarten Terminen.

 

Dr. Anke Rees  |  +49 40 28008285  |  mail@anke-rees.de

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