Fragen Sie sich auch jeden Sommer wieder, wieso man nicht einfach in der Alster schwimmen gehen kann? Was in vielen Städten, z.B. der Schweiz oder Skandinaviens innerorts üblich ist, ist bei uns sozusagen mit der Zeit geflutet worden.
Zwischen 1792 und 1940 gab es eine rege Badekultur an Hamburgs künstlich aufgestauten See - für Mensch und Tier. Es begann mit einem kleinen Badeschiff in der Nähe des Jungfernstiegs, zu der Fähren fuhren. 1869 kam die Badeanstalt am Schwanenwik an der Außenalster hinzu, eine klassische Flussbadeanstalt, zu der Holzstege führten. Im Krieg wurde sie beschädigt und später zurückgebaut. Außerdem konnte die exklusive "Alsterlust", eine schwimmende Anlage vor der Lombardsbrücke, privat angerudert werden. Und am Ufer vor dem Hotel Atlantik gab es eine Pferde- und Hunde-Badestelle.
Pläne, am Schwanenwik wieder eine Badestelle einzurichten, scheiterten in den letzten Jahrzehnten an der Sichttiefe des Alsterwassers, der Wasserqualität und nicht zuletzt am Einspruch der Ruder- und Segelclubs. Nun machen Senat und Bäderland Welle: Sie haben Pläne vorgelegt, ein Naturfreibad einzurichten.
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Dr. Anke Rees | +49 40 28008285 | mail@anke-rees.de